Mittelmeerkrankheiten

Mittelmeerkrankheiten / häufige Erkrankungen

Leishmanniose
Erreger:
intrazelluläre protozoische Parasiten der Gattung Leishmania
Übertragung:
Stechmücken
Symptome:
Dieser Parasit befällt nahezu alle Organsysteme (Leberentzündung, Darmentzündung, Nierenversagen, Vakulitis, Knochenmarksentzündung, Arthritis, Nerven- und Muskelentzündungen),
bei fast allen infizierten ist die Haut betroffen (Haarverlust, Schuppen, Hautgeschwüre, Knötchenbildung, übermäßige Verhornung, Krallenkrümmung, typisches „Ausfransen“ der Ohren).
Prophylaxe:
Stechmückenprophylaxe !!
Nachweis:
Blutuntersuchung

Ehrlichiose
Erreger:
Bakterium Erlichia canis
Übertragung:
v. a. über die braune Hundezecke
Symptome:
Diese Bakterien befallen die weißen Blutkörperchen, es kommt zu wiederholten Fieberschüben, Nasenbluten, Nasenausfluss, Erbrechen, Abgeschlagenheit, Atemnot, generalisierte Lymphknotenvergrößerung und evtl. auch zu zentralnervösen Störungen.
Nach einer akuten Phase kann die Erkrankung in ein subklinisches Stadium übergehen. Hier hat man, außer einer erniedrigten Thrombozytenzahl und hohem Gabbaglobulinspiegel, keine Symptome.
In der chronischen Phase kann es zu Blutungen, Ödemen, Abgeschlagenheit, Abmagerung, Anämie, Milzvergrößerung, Polyarthritis oder Meningoenzaphalitis kommen.
Prophylaxe:
Zeckenprohylaxe!!
Nachweis:
Erregernachweis im Blut

Babesiose
Erreger:
Einzeller der Gattung Babesia
Übertragung:
Zecken
Symptome:
Wird auch „Hunde-Malaria“ genannt. Es kommt zur Zerstörung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und folglich zur Blutarmut (Anämie). Die Erkrankung verläuft meist akut mit hohem Fieber und endet ohne Behandlung in der Regel tödlich.
Leber- und Milzvergrößerung, bei sehr schweren Verläufen auch Ascites und Ödembildung , Gastritis
Außerdem gibt es eine zentralnervöse Form: epileptiforme Anfälle, Bewegungsstörungen, Lähmungen
Prophylaxe:
Zeckenprophylaxe
Nachweis:
Blutausstrich, ELISA

Dirofilariose (Herzwurmerkrankung)
Erreger:
Dirofillaria imitis
Übertragung:
Stechmücke
Symptome:
Leistungsabfall, Rechtsherzinsuffizienz, Leber- und Nierenversagen, Thrombembolie der Lungenarterien
Prophylaxe:
Ivermectin, Moxidectin, Selamectin, Milbemycinoxim, Lufenuron
Nachweis:
Mikroskopie Kapillarblut, Knott-Test

Anaplasmose
Erreger:
Bakterien der Gattung Anaplasma
Übertragung:
Zecke (Ixodes ricinus)
Symptome:
In den meisten Fällen findet eine stumme Infektion statt. Der Erreger befällt die weißen Blutkörperchen und verursacht ein sehr unspezifisches Krankheitsbild (Abgeschlagenheit, Fieber, inappatenz, Thrombozytopenie, Blutungsneigung  Nasenbluten, punktförmige Blutungen der Schleimhäuten, Organblutungen  Entzündungsreaktionen, anämie)
Ein einmal infiziertes Tier bleibt dies ein Leben lang.
Prophylaxe:
Zeckenprophylaxe
Nachweis:
Im gefärbten Blutausstrich, Antikörper-Nachweis

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